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Dirofilariose (Herzwürmer)Erreger und Übertragung Herzwürmer bzw. deren Larven werden durch den Stich großer Stechmücken übertragen. Eine direkte Ansteckung von Hund zu Hund ist ausgeschlossen, da die Larven nur in der Mücke die Entwicklung von Larvenstadium 1 zum infektiösen Larvenstadium 3 durchlaufen können. Wird dann ein neuer Hund mit Larven des L3-Stadiums infiziert, entwickelt sich daraus innerhalb mehrerer Monate ein adulter Herzwurm, der neue Larven (L1) produziert. Damit aus diesen Larven ein erwachsener Herzwurm werden kann, braucht es wieder eine Mücke. Symptome Von der Einstichstelle wandern die Larven der Herzwürmer (Mikrofilarien) in die Muskulatur, dringen in die Blutbahn ein und gelangen so bis zum Herz. Es braucht mehrere Monate, bis im Hund aus einer Larve ein adulter Wurm wird. Die Würmer leben dann in den Blutgefäßen und können diese verstopfen, was akute Lebensgefahr für den Hund bedeuten kann. Die adulten Würmer (Makrofilarien) werden bis zu 30 cm lang und siedeln sich häufig in der rechten Herzkammer und in der von dort in die Lunge führende Arterie an. Es kommt zu Einschränkungen der Herzfunktion. Atemnot und chronischer Husten sind typische Symptome eines bereits immensen Herzwurmbefalls, der sofortiges Handeln fordert. Es existieren Tests für den Nachweis von Mikrofilarien und ein Labortest für Makrofilarien. Therapie Man muss zwischen der Therapie gegen Mikro- und Makrofilarien unterscheiden. Die Standardtherapie zur Abtötung der adulten Würmer erfolgt durch ein Arsen-Präparat (Immiticide). Die Behandlung ist nicht ungefährlich, da die abgestorbenen Würmer die Blutgefäße verstopfen und zum Tod des Hundes führen können. Der Hund sollte in der Zeit der Behandlung tierärztlich überwacht werden. Blutverdünnende Mittel (z. B. Aspirin) können das Risiko thrombotisch-embolischer Komplikationen senken. Es gibt auch neuere, risikoärmere Therapieansätze mittels längerfristiger Antibiotikagabe (Doxycyclinhyclat). Bitte fragen Sie hierzu Ihren Tierarzt. Die Mikrofilarien werden über ein Spot-On-Präparat behandelt (Advocate). Prophylaxe Milbemax (oral) oder Advocate (Spot-on) bieten Schutz vor Mikrofilarien. Abschließende Bemerkung Unsere Hunde werden in Berga auf Filarienbefall getestet. Eine Behandlung erfolgt in Spanien und wird auch dort abgeschlossen. In Deutschland ist u.U. ein Nachtest erforderlich. |
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