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EhrlichioseErreger und Übertragung Ehrlichien sind bakterienähnliche Erreger, die durch den Biss von Zecken übertragen werden. Im Mittelmeerraum findet man die Unterart Ehrlichia canis, in Deutschland, Schweden und Norwegen Ehrlichia phagocytophila. Bisher ist bei Hunden nur ein serologischer Nachweis (Antikörpertiter) bezüglich E. canis möglich. Damit ist aber (bei negativem Testergebnis) eine (heimische) Infektion durch E.phagocytophila noch nicht ausgeschlossen. Einen deutlichen Hinweis auf eine Ehrlichiose überhaupt, unabhängig vom Erreger, liefert der ermittelte Blutwert für die Thrombozyten. Ist dieser Wert sehr niedrig oder grenzwertig, ist mit Ehrlichiose zu rechnen. Symptome Ehrlichien leben in den Blutzellen. Die Erkrankung verläuft 3-phasig. 1. Phase: Zunächst tritt hohes wiederkehrendes Fieber auf, der Hund erscheint matt, verweigert Futter, Erbrechen und Augenausfluss folgen. Vereinzelt treten Nasenbluten und punktförmige Schleimhautblutungen durch Rückgang der Thrombozyten auf. 2. Phase: Die Hunde erscheinen symptomlos, überstehen die Erkrankung oder entwickeln eine chronische Form, die 3. Phase: Hier besteht ständige Blutungsneigung. Zusätzlich zu den schon genannten Symptomen findet man Blut im Urin, Kot, Bluthusten und Hämatome an den Gelenken. Man beobachtet schwankenden Gang, Muskelzuckungen, Augenveränderungen, Milz- und Lymphknotenschwellungen, weiterhin Erbrechen, Leistungsschwäche, Fressunlust und fortschreitende Abmagerung. Da die Symptome in der 3. Phase denen der Leishmaniose ähneln, muss unbedingt eine Laboruntersuchung eingeleitet werden, um Sicherheit zu erlangen. Therapie Die Behandlung erfolgt durch Gabe eines Antibiotikums (Doxycyclinhyclat) über mindestens 21, besser 28 Tage. Ehrlichiose heilt, wenn sie rechtzeitig erkannt wird, vollständig aus. Prophylaxe Wirksamer Zeckenschutz, z.B. durch ein Scalibor-Halsband. Abschließende Bemerkung Unsere Hunde werden in Berga auf Ehrlichiose getestet. Eine Behandlung erfolgt in Spanien und wird auch dort abgeschlossen. Achtung: Sollte Ihr Hund Anzeichen einer Ehrlichiose aufweisen, ein Erregernachweis aber negativ sein, sollte an eine Anaplasmose gedacht werden. Die Therapie ist identisch mit der der Ehrlichiose. |
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