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HütehundeHütehunde werden, wie der Name sagt, zum Hüten von Viehherden eingesetzt. Sie sollen die Herde zusammen halten, auf Kommando einzelne Tiere aussortieren und von der Herde wegtreiben können. Prominente Vertreter sind z. B. die verschiedenen Collies oder die Australian Shepards, aber auch der Deutsche Schäferhund. Hütehunde müssen schnell und wendig sein - stellen Sie sich einmal einen Schafe hütenden Bernhardiner vor, der hätte wahrscheinlich weit weniger Erfolg als ein flinker Border Collie. Hütehunde arbeiten eng mit dem Schäfer zusammen, sie müssen stets darauf achten, welche Zeichen er ihnen gibt. Ein Hütehund, der sein eigenes Ding macht und nicht auf seinen Menschen achtet, der keinen Gefallen daran findet, Aufgaben präzise und engagiert umzusetzen, wird sicher nicht zur weiteren Zucht ausgewählt werden, da er nicht das erfüllt, was von ihm erwartet und gefordert wird. Wenn man sich einen solchen (menschlichen) Selektionsprozess über Jahrhunderte hinweg vorstellt, wird schnell klar, wohin die Reise bis heute ging: Zu ganz besonders aufmerksamen, arbeitswilligen, am Menschen orientierten, gefallen wollenden Hunden, die danach lechzen, gefordert und gefördert zu werden. Genau auf diese Eigenschaften wurden ihre Vorfahren ausgewählt. Dessen muss man sich bewusst sein, wenn man einen Border Collie in seine Familie aufnehmen möchte. Man bekommt keinen "Nebenbeihund", der zufrieden damit ist, morgens eine halbe Stunde durch den Wald zu joggen, nachmittags ein bisschen mit den Kindern im Garten zu spielen und abends nochmal eben um den Block zu gehen. Man bekommt (sofern der eigene Hund nicht völlig aus der Art schlägt) einen äußerst aktiven, arbeitswilligen, für jede Aufgabe dankbaren, dementsprechend aber auch schnell unterforderten Hund, der emotional leidet, wenn er nichts zu tun hat. Ein solcher Hund ist die perfekte Wahl für Menschen, die Freude an Hundesport, am Tricks lernen und gemeinsam mit dem Hund neue Dinge ausprobieren haben, aber er ist eine denkbar schlechte Wahl für den Vollzeitberufstätigen, der den Hund zwar mit ins Büro nehmen kann, wo er dann aber möglichst unauffällig acht Stunden in der Zimmerecke auf seiner Decke dösen sollte. Bei Hütehunden geht es weniger um stundenlanges Radfahren als auch um die geistige Auslastung des Hundes, die aus Zeitmangel oder fehlendem Antrieb menschlicherseits leider oftmals auf der Strecke bleibt. Es werden keinesfalls nur Schäfer oder Arbeitssuchende mit viel Freizeit mit Hütehunden glücklich, aber die Entscheidung, welcher Hund es werden soll, sollte - wie bei allemn anderen Hundetypen auch - immer wohl überlegt fallen. |
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