Tierheim Berga

Geschichte und Portrait

Berga ist eine Kleinstadt in Katalonien, die etwa 80 km nördlich von Barcelona auf 700 m Höhe liegt.

Das Tierheim von Berga befindet sich etwas außerhalb der Stadt an der Serra de Noet, einer kleinen Hügelkette, die bereits den Blick auf die nahen Pyrenäen frei gibt. Das Tierheim besteht seit 1990 und wurde von Carme Pérez, der Tierheimleiterin, praktisch im Alleingang und nur mit der Unterstützung ihres ehemaligen Lebensgefährten Joan Barniol aufgebaut und wird noch heute von ihr geführt. Carme und Joan hatten immer wieder heimatlose Straßenhunde bei sich aufgenommen, und als deren Zahl langsam auf die zwanzig zuging, bauten sie kurz entschlossen ein altes Farmgebäude zum Tierheim um. Daraus entstand am 3. April 1990 der gemeinnützige Verein „Associacio Berguedana per la proteccio del animals“.

Anfangs war Carme neben ihrer Arbeit im Tierheim noch als Sekretärin beschäftigt, bis sie im Sommer 2003 die Stadt Berga endlich so weit von der Notwendigkeit ihres Engagements überzeugt hatte, dass diese sie finanziell ein wenig zu unterstützen begann. Nun konnte Carme sich endlich mit voller Kraft den Tieren widmen. Nach und nach schloss sie auch mit den Nachbargemeinden Verträge über die Aufnahme von Fundtieren ab, so dass das Tierheim von Berga mittlerweile zu einem regionalen Tierschutzzentrum geworden ist.

Heute arbeiten mit Carme zwei weitere MitarbeiterInnen im Tierheim und versorgen die 50 Hunde und 20 Katzen, die maximal im Tierheim beherbergt werden können. Auch wenn jeder Zwinger belegt ist, werden in Berga keine Fundtiere abgewiesen, sondern auf Büro, Küche und die Quarantänezwinger in der Scheune verteilt. Das Tierheim bekommt unterdessen auch weitere Unterstützung. Viele freiwillige Helfer setzen sich in Berga für die Tiere ein.

Carme lebt für ihr Tierheim, alles, was Berga heute ist, geht auf ihr Engagement zurück, ihr Organisationstalent, ihre Beharrlichkeit und Durchsetzungskraft. So hat sie einen Verein gegründet, der heute 190 zahlende Mitglieder umfasst. Verträge mit den Kommunen sollen die finanzielle Basis des Tierheims weiter absichern, doch leider sieht es in der Praxis oft so aus, dass Carme ihrem Geld hinterherlaufen muss. Da sie das aber mit solchem Nachdruck tut, setzt sie sich am Ende fast immer durch. Ihre frühere Arbeit als Sekretärin hilft ihr bei der Buchführung, die in Berga absolut lückenlos und gewissenhaft gemacht wird.